Rethimnon
 
 
Detaillierte Infos und Geschichte
 

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Blick auf Rethimnon
Blick auf Rethimnon von der Fortezza
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Stadtstrand
Der venezianische Hafen
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Eingang und Innenhof
Frühstücksraum
Hotel Vecchio, B-Kat., Michali Daliani Str. 4, direkt in der Altstadt, vesteckte Lage in einer Gasse gegenüber der Venezianischen Loggia. Schön restaurierter venezianischer Palazzo. 27 Zimmer und Apartments gruppieren sich um den Pool im Innenhof, alles mit Keramikfliesen ausgelegt. DZ mit bzw, Apartment ohne Frühstück ca. 40-60E. George Vourlakis, der liebenswürdige Direktor des Hauses, spricht perfekt Deutsch. Tel. 0030-0831/54985, Fax 54986.
Wir haben das Hotel telefonisch von zu Hause für 5 Tage gebucht, Übernachtung mit Frühstück 100.-DM, war super
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Taverne
Taverna T'Araxofoli Super Vorspeisenplatte mit gegrilltem Oktopus
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Der Rimoni-Brunnen
Speisekarte
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Taverna Stavros und diverse Gassen
Touri-Gasse
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Moschee Gasse
Taverne mit Niesche
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Taverne abends
Fortezza
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Fortezza bei Nacht
venezianischer Hafen bei Nacht
Rethimnon
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Rethimnon streitet sich mit Chania um das Prädikat "schönste Stadt Kretas". In der Altstadt mit ihren engen Gassen und den niedrigen, zwei- bis dreistöckigen Häusern haben die Türken nachhaltig ihre Spuren hinterlassen. Mehrere schlanke Minarette stehen noch, auch die bauchigen Kuppeldächer von ehemaligen Moscheen sieht man hier und dort. Vor allem aber sind überall die prächtigen, vergitterten Holzerker verstreut - typische Architektur der früheren orientalischen Bewohner, die man auch heute in der Türkei noch häufig findet. Die Häuser selbst mit ihren eleganten Portalen und Torbögen sind dagegen venezianischen Ursprungs. Vor allem an der Uferpromenade und am wunderschönen, kreisrunden venezianischen Hafen wirken die alten Häuser mit ihren verblassten Pastellanstrichen, den schmiedeeisernen Balkonen und den großen Fensterläden durch und durch italienisch. Gekrönt wird das Ganze von den Mauern der mächtigen Fortezza. Sie thront auf einem Hügel über den Dächern und nimmt die ganze Spitze der Halbinsel ein, auf der das historische Zentrum von Rethimnon liegt. Als eine weitere Besonderheit der Stadt beginnt mitten im Zentrum ein flacher Strand mit weichem, weißem Sand und zieht sich kilometerweit nach Osten - entlang der neu angelegten Uferstraße bestückt von zahllosen Hotels, Apartments, Shops und Lokalen aller Art.
Kein Wunder also, dass Rethimnon in der Saison zum Gutteil von den Touristen lebt: An der langen Uferpromenade im Zentrum reiht sich ein Restaurant an das nächste, alle gut gefüllt, betriebsam und westeuropäisch anmutend. Viele Schmuck-, Souvenir- und Leder-Shops sorgen in den Gässchen für Farbe, Tavernen mit Kerzenlicht geben der Altstadt allabendlich ein stimmungsvolles und romantisches Flair. Doch bereits einige Straßenzüge hinter der 'Touristenmeile" am Wasser umfängt einen die beruhigende Atmosphäre eines verschlafenen kretischen Städtchens - machen Sie mal einen Bummel während der Siestazeit ...
Davon, dass in R6thimnon fünf geisteswissenschaftliche Fakultäten der University of Crete ihren Sitz haben, merkt man als Tourist nur wenig. Etwa 3000 Studenten aus ganz Griechenland sind hier in Philologie, Philosophie, Pädagogik und verwandten Fachrichtungen immatrikuliert. Rethimnon gilt deshalb als Stadt der "Literatur und Kunst` und als geistiges Zentrum der Insel.

Geschichte
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Aus der Frühzeit Rethimnon ist wenig bekannt. Gräberfunde lassen vermuten, dass es hier bereits in der spätminoischen Epoche eine Siedlung gab. In der Zeit der klassischen Antike stand auf dem heutigen Festungshügel ein Artemis-Tempel. in den folgenden Jahrhunderten, von römischer bis in byzantinische Zeit, war Rethimnon nur ein unbedeutendes Fischerdorf, von dem kaum etwas überliefert ist.
Anfang des 13. Jh. kommen die Venezianer nach Kreta, Rethimnon ist damals eine kleine, befestigte Siedlung. Anfang des 14. Jh. wird die Stadt Verwaltungssitz eines der 14 venezianischen Bezirke auf Kreta. Vor allem der Hafen wird als Handels- und Warenumschlagplatz zunehmend wichtiger. Nach dem Fall von Konstantinopel (1453) kommt es zu einem starken Einwanderungsschub, der, ähnlich wie in Iraklion, eine kulturelle Blüte in der Stadt begründet.
Im 16. Jh. rückt die drohende Invasion der Türken in den Blickpunkt, die Stadtbefestigung wird erweitert und verbessert. Trotzdem nehmen die Türken 1570 die von den Verteidigern verlassene Stadt ein und zerstören sie gründlich. 1573 wird deshalb die Festung auf dem Hügel über der Stadt völlig neu konzipiert und verstärkt. Im Fall einer Belagerung soll sie alle Stadtbewohner aufnehmen können. 1646 stehen tatsächlich wieder die Türken vor den Toren und besetzen die Stadt nach nur 23-tägiger Belagerung. Die Bevölkerung und die venezianischen Soldaten ziehen sich in die angeblich uneinnehmbare "Fortezza" zurück. Dochschon bald zeigen sich gravierende Baumängel, ein Teil der Mauern stürzt ein, die Verteidiger müssen kapitulieren. Die Türken zerstören die Burg und bleiben bis 1879 in der Stadt. Im 19. Jh. kommt es im Raum Rethimnon zu wiederholten Aufständen gegen die Türken, die europäischen Großmächte greifen schließlich in den griechisch-türkischen Krieg ein, und 1879 besetzen die Russen die Stadt. Im Rahmen des von Venizelos veranlassten großen Bevölkerungsaustauschs verlassen 1923 die letzten Türken die Stadt - jedoch gezwungenermaßen und mehr als widerwillig, denn zu diesem Zeitpunkt sind sie bereits so stark assimiliert, dass sie Kreta als ihre Heimat empfinden und z. T Häuser und erheblichen Grundbesitz zurücklassen müssen. Im Zweiten Weltkrieg ist die große Ebene östlich der Stadt einer der drei Landungsplätze für die deutschen Fallschirmjäger.
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